Boett Ekzemerdecken – Alles über Isländer und das Sommerekzem
Stichwort: Sommerdecken
Sommerekzem ist eine saisonale Hautkrankheit von Pferden, als Ursache gilt eine allergische Reaktion gegen Mückenstiche. Im April, den Beginn der Mückensaison, bilden sich bei erkrankten Tieren bis zu drei Zentimetern große Schwellungen am Mähnenkamm, Schweifrübe und Bauchnaht. Durch den einsetzenden Juckreiz scheuern sich die Pferde an den betroffenen Stellen kahl und oft auch wund. Zum Beginn der kalten Witterung im Herbst heilt das Ekzem meistens aus.
Bei einigen Pferderassen tritt Sommerekzem wesentlich häufiger auf als bei anderen. Besonders betroffen sind die Isländer, von den aus Island importierten Tieren erkranken 75 Prozent, aber auch bei den auf dem Festland gezogenen Islandpferden tritt Sommerekzem oft auf. Woran liegt das?
Auf Island gibt es keine der Mückenarten, die als Auslöser des Sommerekzems gelten. Das Immunsystem eines nach Deutschland importierten Isländers muss sich hier also zum ersten Mal mit Mückenstichen auseinandersetzen, die Gefahr einer Autoimmunreaktion, das heißt einer Allergie, ist dadurch besonders groß. Ein zweiter Faktor für die Anfälligkeit der Isländer ist die Ernährung. Da die Islandpferde an das karge Futter ihrer Heimat angepasst sind, bringt eine eiweißreiche Fütterung ihr Stoffwechselsystem durcheinander, wodurch der Ausbruch eines Sommerekzems gefördert und verstärkt wird.
Was können Sie tun, um Ihren an Sommerekzem leidendem Isländer zu helfen? Um Mückenstiche zu vermeiden, können Sie auf die übliche Robusthaltung verzichten und das Pferd nachts aufstallen. Die beste Weidezeit ist von 9 bis 16 Uhr, da die Mücken hauptsächlich in der Dämmerung fliegen. Während des Weidegangs schützen Sie ihr Pferd am besten mit einer Ekzemerdecke. Die Boett Ekzemdecke kann mit Bauchlatz und Kopfhaube erworben werden und ist aus einem reißfesten und leichten Material, unter dem das Pferd nicht schwitzt. Außerdem können Sie auf eine eiweißarme Fütterung achten. Die Weide sollte ungedüngt und die Weidezeit dem Aufwuchs angepasst sein. Falls Beifutter gegeben wird, sollte dieses einen Eiweißgehalt von unter 10 Prozent haben.